Unternehmen / Ausland

Warum «Big Oil and Gas» Europa hängen lässt

Die US-Energiebranche schwimmt auch dank dem Anstieg der Preise wegen des Ukrainekrieges nur so im Geld. Dennoch hat sie die Förderung vorerst nicht erhöht.

Den Öl- und Gaskonzernen Amerikas läuft’s derzeit so richtig. Die beiden Riesen im Geschäft, ExxonMobil und Chevron, machten im ersten Quartal 5,5 Mrd. $ bzw. 6,3 Mrd. $ Gewinn. Für Exxon war das rund 50% mehr als im Vorjahreszeitraum, für Chevron das beste Resultat der ersten drei Monate im Jahr seit einem Jahrzehnt. EQT, der grösste reine Gasförderer in den USA, erwirtschaftete freie Mittel von 580 Mio. $.

Während der breite US-Aktienindex S&P 500 seit Jahresbeginn über 10% verloren hat sind die Aktien der Öl- und Gaskonzerne im Unterindex S&P 500 Energy mit einem Plus von rund 35% die absoluten Gewinner. Das hängt zu einem guten Teil am Ukrainekrieg und an den harten westlichen Sanktionen gegen Aggressor Russland, was Öl und Gas empfindlich verteuert hat.

Biden fordert die Branche

Nun plant die EU offenbar bis Jahresende einen phasenweisen Importstopp für russisches Öl. Um nicht zuletzt Putins Regime weiter zu finanzieren, unternimmt Europa zurzeit grosse Anstrengungen, sich von russischen fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen.

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