Märkte / Makro

Warum die US-Inflation schmerzhaft hoch bleibt

Die aktuellen Zahlen zur Teuerung in Amerika enttäuschen. Das erhöht den Druck auf die Notenbank und signalisiert den Anlegern mehr Ungemach.

Es ist nur ein kleiner Trost für Konsumenten, die US-Notenbank und die Anleger. Die Inflation in den USA ist zum ersten Mal seit Mai 2020 merklich zurückgegangen. Die Jahresrate ist im April auf 8,3% gesunken. Im März war die Teuerung noch auf ein neues Vierzigjahreshoch von 8,5% gestiegen – so hoch wie seit 1981 nicht mehr.

Erwartet wurde für April allerdings mit 8,1% ein stärkerer Rückgang der Teuerung. Und die frischen Zahlen sind mit einiger Vorsicht zu geniessen. Darin steckt eine gute Portion des sogenannten Basiseffekts – also dem Abflachen von Steigerungsraten, wenn die Preise zuvor auf ein höheres Niveau geklettert waren. Denn schon der Vergleichszeitraum, der April 2021, war der erste Monat seit September 2008, in dem die Inflation auf über 4% gesprungen war, von zuvor relativ moderaten 2,6%.

Energiepreise sinken nur leicht

Auf Jahresfrist haben die Preise für Energie am stärksten zugenommen, insbesondere die für Heizöl (+80,5%) und Benzin (44,7%). Die Spritpreise in den USA haben diese Woche ein neues Rekordhoch erreicht. Im März sind sie 20% gestiegen. Hier schlägt vor allem der Effekt der Sanktionen gegen Russland aufgrund des Ukrainekrieges zu Buche.

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