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Warum H&M bei ESG ein Held der Fussgängerzone ist

Nick Clay, Portfolio Manager bei Newton hält H&M schon seit Jahren in seinem Portfolio – denn das Unternehmen hat einen klaren Vorsprung beim Thema ESG.

Nick Clay, Portfolio Manager bei Newton, eine BNY Mellon-Gesellschaft, hält Hennes & Mauritz (H&M) schon seit mehreren Jahren in seinem Portfolio. Das Unternehmen profiliert sich in seiner Vergleichsgruppe durch einen klaren Vorsprung beim Thema ESG – vor allem zu einer Zeit, in der die Sünder aus der Modebranche besonders im Fokus stehen.

Im Februar gab es zwei massgebliche Entwicklungen in der Modeindustrie: Während die Modebewussten in aller Welt mit ihren makellos manikürten Händen Modelegende und Chanel-Creative-Director Karl Lagerfeld zum Abschied winkten, legte der Umweltauditausschuss der britischen Regierung (Environmental Audit Committee, kurz EAC) den Abschlussbericht zu seiner Untersuchung über die Nachhaltigkeit in der Modebranche vor.

Stilistisch mögen die Haute Couture von Chanel und die von Onlineanbietern wie Boohoo (Boohoo 68.6 16.27%) und Missguided vertriebene Massenware an entgegengesetzten Enden des Spektrums liegen, doch gehören beide einem
Sektor an, der ein neues Wirtschaftsmodell braucht, wie der EAC feststellte. In seinem Bericht «Fixing fashion: clothing consumption and sustainability» formuliert er das folgendermassen: «Business-as-usual
geht nicht mehr. Wir produzieren, tragen und entsorgen unsere Kleidung nicht nachhaltig.»

Laut Nick Clay, Leiter des Bereichs Global Income Investment bei Newton, könnten durch die von der Regierung vorgeschlagene Abgabe von einem Penny pro Teil für Textilhersteller 35 Mio. Pfund eingetrieben und in die Optimierung des Sammel- und Recyclingsystems für Altkleider investiert werden. Dadurch liessen sich zumindest manche der im EAC-Bericht angesprochenen Probleme lösen, denn laut Clay landen derzeit die meisten Textilien auf der Deponie. Der EAC weist auf fünf umweltschädliche Aspekte der Modeindustrie hin:

  • Zwangsarbeit und andere ungesetzliche Beschäftigungspraktiken
  • Synthetische Fasern, die Kunststoffteilchen in die Umwelt abgeben
  • Übermässiger Wasserverbrauch bei der Herstellung von Bekleidung
  • Zunehmender Konsum und Nachfrage nach neuerer, kurzlebigerer Mode
  • Hoher Verbrauch an Textilien.

Der Ausschuss schlägt auch fünf potenzielle Lösungen beziehungsweise zielführende staatliche Massnahmen vor, nämlich:

  • Die Arbeitnehmerrechte im Vereinigten Königreich und anderen Ländern sichern
  • Die Umweltverschmutzung durch Synthetikfasern bekämpfen
  • Übermässigen Wasserverbrauch verringern
  • Durch die Branche verursachten Abfall abbauen
  • Den Modekonsum entschleunigen

Newton zufolge tut sich Hennes & Mauritz (HM B 204.2 -1.21%) im Einzelhandel bei aktiven Fortschritten in puncto Nachhaltigkeit besonders hervor. Das schwedische Bekleidungsunternehmen, zu dessen neun Marken H&M, & Other Stories und COS gehören, bezog 2017 zu 96 % erneuerbare Energien und die verwendete Baumwolle (Baumwolle 0.6456 -0.92%) stammte zu 59 % aus nachhaltigen Bezugsquellen. Diese Quote soll im Folgejahr 100 % erreichen.

Ausserdem betreibt das Unternehmen ein Recyclingprogramm, das die Kunden dazu animiert, nicht mehr benötigte Kleidungsstücke jeder beliebigen Marke gegen einen Geschenkgutschein über 5 GBP an H&M
zu spenden. 2017 hat H&M nach eigenen Angaben durch diese Initiative über 17.771 Tonnen Textilien gesammelt. Das entspricht 89 Millionen T-Shirts.

Gross angelegte Massnahmen gefragt
Onbwohl es immer mehr Recycling-Projekte gibt, besteht oft noch keine Nachfrage für wiederverwertete Textilien. Das bedeutet, dass die meisten Unternehmen keinen entsprechenden Anreiz haben, solche Programme einzuführen und Skaleneffekte zu erzielen.

Clay sieht zwar, dass die für mehr Nachhaltigkeit erforderlichen Einstiegskosten für Unternehmen hoch sein können, erachtet sie aber als notwendig, weil Marktkräfte oder Behörden entsprechende Entscheidungen auf längere Sicht sonst letztlich erzwingen werden. «Entweder stimmt der Kunde mit dem Geldbeutel ab, oder es werden der Branche Regelungen vorgeschrieben, sodass alle, die bereits entsprechend investiert haben, früher oder später davon profitieren werden».

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