Märkte / Makro

Warum Italien auf Draghi setzt

Der Ex-Chef der EZB soll eine Regierung bilden, die von einer breiten Mehrheit im Parlament getragen wird.

Mit seinem Ausruf «Whatever it takes» riss Mario Draghi im Juli 2012 die Eurozone aus ihrer bisher schwersten Krise. Der Italiener war damals erst sieben Monate als Präsident der Europäischen Zentralbank im Amt. Wie viel von seinem Machtwort im Voraus geplant und wie viel aus der Situation heraus geboren war, ist bis heute nicht geklärt. Der Erfolg gab ihm recht und eilt seinem Ruf seither voraus. So auch in der jüngsten Regierungskrise Italiens.

Der 73-Jährige, dessen EZB-Mandat 2019 endete, soll eine Regierung bilden, die sich auf eine möglichst breite Mehrheit stützen kann, und das so schnell wie möglich. Das ist unmöglich. Aber wer weiss? Vielleicht holt er seinen Überraschungserfolg an den Finanzmärkten nun im politischen Haifischbecken Roms nach. Fast ganz Italien drückt Super-Mario die Daumen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?