Unternehmen / Industrie

Warum Stadler oft geshortet wird

Die Aktien des Zugbauers zählen zu den Lieblingen der Leerverkäufer. Doch langsam scheint die Stimmung zu drehen.

Manch ein Privat­anleger, der sein Geld in die «Volksaktien» von Stadler Rail investiert hat, mag sich die Augen reiben, wenn er die Liste der am häufigsten leerverkauften Titel der Schweiz sieht. Dazu zählen seit einiger Zeit auch diejenigen des Schweizer Zugbauers. Sogenannte Short Sellers spekulieren also darauf, dass Stadlers Kurs fallen wird. Diese Woche waren 8% der ausstehenden Stadler-Werte leerverkauft. Damit war Stadler die am vierthäufigsten geshortete Aktie der Schweiz.

Aus Sicht des Unternehmens gibt es «keine Argumente oder Indizien für diese Leerverkäufe», wie Sprecher Andreas Petrosino mitteilt. Woher kommen dann die Zweifel der Short Sellers? FuW konnte mit einem Fondsmanager sprechen, der den Zugbauer selbst geshortet hatte. Er sagt: «Stadler hat beim IPO viele Hoffnungen geweckt, die aber nicht erfüllt wurden.» Ein Geschäft mit Grossprojekten, wie Zugbauer es betrieben, sei mit grossen Risiken behaftet. Komme es zu Verspätungen oder Qualitätsproblemen, koste das sofort viel. «Stadler hat im Vorfeld des IPO betont, dass ihnen diese Sachen nicht passierten. Es hiess: Wir sind kleiner und flexibler, ein Traditionsunternehmen, wir haben das besser im Griff als die Konkurrenz.»

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