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Unternehmen / Konsum

Was Analysten zu Nestlé sagen

Nestlé bleibt mit dem Jahresergebnis unter den Erwartungen. Analysten sind enttäuscht, aber auch pragmatisch.

Zürcher Kantonalbank: «Das organische Wachstum 2016 liegt zwar leicht unter den Erwartungen, lässt sich aber im Branchenvergleich weiterhin sehen», schreibt Patrik Schwendimann. Vor allem im Mengenwachstum habe Nestlé (NESN 80.55 -0.19%) klar die Nase vorn. Den Ausblick erachtet er aufgrund der Branchenentwicklung als «vernünftig», doch für einige Marktteilnehmer stelle er eine Enttäuschung dar.

Vontobel: «Nestlé muss die Ziele in der unterdurchschnittlich abschneidenden Division Nestlé Health Science/Skin Health klarstellen», hält Jean-Philippe Bertschy fest. Er schätzt, dass CEO Mark Schneider eine tiefgreifende Änderung des Portfolios in Angriff genommen hat. Positiv vermerkt er die Cashflow-Generierung und die «anhaltend hohe Cash Conversion, die erstklassig in der Branche ist».

Baader Helvea: «Nestlés Ergebnis am unteren Rand der Erwartungen kommt nach den Vorgaben der Wettbewerber nicht überraschend», kommentiert Andreas von Arx. Im Ausblick zeige sich das Management etwas zu vorsichtig, wohl auch um die Ausgangslage für den neuen CEO nicht zu schwierig zu gestalten. «Der erhoffte frische Wind ist noch nicht spürbar, die Absicht zu mehr Portfoliomanagement ist aber da», heisst es in der Einschätzung weiter.

Natixis: Die Realität habe Nestlé eingeholt, lautet das Fazit von Pierre Tegner. «Der Ausblick  zeigt, dass es viel zu tun gibt.»

Bernstein: Analyst Andrew Wood vermutet im vorsichtigen Ausblick und in den Ambitionen bis 2020 – ein organisches Wachstum im mittleren einstelligen Bereich – «implizit den offiziellen Abschied vom langjährigen Nestlé-Modell». Dieses sieht mittelfristig ein organisches Wachstum von 5 bis 6% und eine Steigerung der operativen Marge in Lokalwährungen vor.

Liberum: «Das Unternehmen hat ohne Zweifel starke Marken und Marktpositionen, doch auch Schwachstellen, die der neue CEO anpacken muss», schätzt Robert Waldschmidt. Devestitionen seien wahrscheinlich, bevor es zu grösseren Akquisitionen komme.