Unternehmen / Schweiz

Was die Gaskrise mit Corona gemein hat

Die Warnungen vor einem Gasmangel werden schriller. Doch nicht von allen Seiten.

Wissen Sie noch? Vor zweieinhalb Jahren stritt sich die Welt über ein neuartiges Virus und dessen Folgen für die Menschheit und die Wirtschaft. Die Meinungen gingen weit auseinander. Gewissheit hatte niemand. Ähnlich verläuft in Europa derzeit die Diskussion über eine mögliche Gasmangellage.

Vom Schweizer Bundesrat kamen am Mittwoch alarmistische Töne mit der Warnung vor einer möglichen Gasmangellage. «Eine Gasmangellage würde uns hart treffen», sagte Energieministerin Simonetta Sommaruga. Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten verschärft.

Entspanntere Töne aus Deutschland

Geradezu entspannt liest sich im Vergleich dazu die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose vier renommierter deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute. «Die Gaslücke, die sich bei einem sofortigen Stopp russischer Erdgaslieferungen noch im April ergeben hätte, besteht nicht mehr», lautet der erste Satz der  Sonderauswertung Juni, die nur einen Tag vor dem Auftritt des Bundesrates publiziert wurde. Wenige Wochen früher tönte es auch bei diesen Wirtschaftsinstituten dramatisch: «Ohne russisches Gas droht eine scharfe Rezession in Deutschland», lautet der Titel eines Papiers, das im Mai publiziert wurde.

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