Unternehmen / Schweiz

Was Griechenland für Schweizer Unternehmen bedeutet

Die Situation für hiesige Gesellschaften scheint auf den ersten Blick nicht problematisch. Wenn die Unsicherheit aber auf die Investitionen der Handelspartner drückt, wird es schwierig.

Zwei Probleme stellen sich durch die Verschärfung der Lage im südeuropäischen Staat nun für Schweizer Firmen. Zum einen die Möglichkeit einer erneuten Flucht in den Franken, die die heimische Währung aufwerten und Exporte verteuern würde. «Das Wechselkursrisiko wird durch die Intervention der Schweizerischen Nationalbank (SNB) begrenzt», sagt Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin. Einen Währungsschock ähnlich schlimm wie zu Beginn des Jahres, ausgelöst durch die Aufhebung des SNB-Mindestkurses, erwartet keiner der von FuW befragten Experten.

Doch wie sieht es mit dem Effekt auf den Schweizer Aussenhandel aus? «Das Griechenland-Exposure der kotierten Schweizer Unternehmen ist gering», sagt Sven Bucher, Research-Leiter bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Im Aussenhandel spielt Hellas für die Schweiz also kaum eine Rolle. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung ging 2014 lediglich ein Anteil von 0,3% (899,5 Mio. Fr.) am Schweizer Export nach Griechenland. Die Ausfuhren bestehen vor allem aus den Produkten der Pharma- und Chemieindustrie, der Uhren- und Schmuckhersteller sowie der Maschinen-, Elektro- und Metallbau-Branchen.

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