Der seit einem Jahr bestehende Abwärtstrend im Dollar hat viele Anleger auf dem falschen Fuss erwischt. Anfang 2017, kurz nach der Wahl von Donald Trump, herrschte die einhellige Meinung, der Dollar wäre wegen des Zins- und Wachstumsvorteils der USA für eine weitere Aufwertung prädestiniert. Doch es kam anders.

Um die Dollarschwäche zu erklären, müssen deshalb neue Argumente und Theorien herhalten: etwa die überraschend starke Konjunktur in Europa oder das steigende US-Leistungsbilanzdefizit.

Das Beispiel zeigt: Wechselkursprognosen sind eine schwierige Disziplin. Auch die kompliziertesten ökonometrischen Modelle sind kaum besser als die einfache Random-Walk-Hypothese, wonach Wechselkurse einem zufälligen Irrweg folgen.

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Leser-Kommentare

Nader Rodolfo Fassbind 15.03.2018 - 12:57
Grundsätzlich sollte man eher eine Währung zu einem Währungskorb gewichten, also z.B. CHF zu den anderen Währungen und nicht nur Währungen untereinander. Währungen sind volatil, weil auch politische Faktoren, wie Wahlen oder Regierungen und deren Wirtschaftsprogramme eine Rolle spielen, eine zentrale Rolle spielt auch die Stabilität des Regierungssystems in einem Land, sowie die Unabhängigkeit der jeweiligen Zentralbank, die Grösse und… Weiterlesen »