Märkte / Devisen

Was ein harter Franken ist

Wegen des Wechselkurses hat die SNB stets die Zinsen der Eurozone im Blick. Es gibt aber kein überzeugendes ökonomisches Modell, das den Währungsverlauf erklärt.

Am nächsten Donnerstag entscheidet die Schweizerische Nationalbank (SNB) über den weiteren Kurs ihrer Geldpolitik. Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf Hinweise, wann sie den Leitzins hinaufsetzen wird. Sie hält den Dreimonats-Franken-Libor auf –0,8%, so tief im Minus wie keine andere Notenbank. Ob es zu einer zinspolitischen Wende kommt, hängt allerdings davon ab, wie sich der Franken entwickelt.

Seit acht Jahren ordnet die SNB ihre Strategie voll und ganz dem Wechselkurs unter. Von 2011 bis 2015 hatte sie eine Kursuntergrenze von 1.20 Fr./€ verhängt, die sie mithilfe von Devisenkäufen verteidigte, sobald es brenzlig wurde. Seither vergeht keine Gelegenheit, bei der die Nationalbank nicht darauf hinweist, dass sie bei Bedarf am Devisenmarkt intervenieren werde, «um Anlagen in Franken weniger attraktiv zu machen und so den Aufwertungsdruck auf den Franken zu verringern». Daran dürfte sich auch am Donnerstag nichts ändern.

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