Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Corporate Governance
Unternehmen / Schweiz

Was GV-Protokolle verraten

Die Art, wie Stimmen gezählt und dokumentiert werden, sagt einiges über die Corporate Governance aus.

Claudia Lanz-Carl

Generalversammlung ist nicht gleich Generalversammlung und Abstimmung nicht gleich Abstimmung. Schweizer Unternehmen nutzen den Spielraum, den ihnen das Obligationenrecht an der Aktionärsversammlung einräumt, auf ganz unterschiedliche Weise. Wer die Präsenzquoten bei verschiedenen Gesellschaften oder den Grad der Zustimmung zu einzelnen Traktanden vergleichen will, sollte daher die Berechnungsgrundlage kennen. Für Aktionäre ist es zentral, zu verstehen, was mit ihren Stimmen passiert.

Es beginnt mit der Präsenz. Manche Unternehmen, etwa Adecco, messen die Anwesenheit der Aktionäre am ausgegebenen Aktienkapital oder an den ausgegebenen Aktien, andere, wie Swiss Re, beziehen sich auf die stimmberechtigten Titel und wiederum andere, etwa Georg Fischer, auf die eingetragenen Aktien. Sehen die Statuten Eintragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen vor oder hat eine Gesellschaft einen hohen Anteil nicht im Aktienbuch eingetragener Valoren, müsste dies je nach Masszahl bei Vergleichen berücksichtigt werden.

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