Das teuerste Bild der Welt – David Hockneys «Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)», gemalt 1972, wurde im vergangenen November bei Christie’s in New York für 90,3 Mio. $ versteigert: Rekord für ein Werk eines lebenden Künstlers. Ein gutes halbes Dutzend Bieter hielten mit, schon nach weniger als zehn Minuten war die Auktion abgeschlossen. Der weltweite Kunstmarkt hat 2018 nach Berechnungen des ‹Art Basel and UBS› Global Art Market Report ein Volumen von 67,4 Mrd. $ erreicht, verteilt auf 39,8 Mio. Transaktionen. In jüngeren Jahren war nur 2014 ergiebiger (68,2 Mrd. $). Der Kunstmarkt ist insgesamt recht stabil, was auch mit dem nicht einfach beliebig wachsenden Angebot an valablen Kunstwerken zu tun hat. In der Zeitreihe fällt das Jahr 2009 buchstäblich aus dem Rahmen; damals wurde die globale Finanzkrise (Lehman Brothers war im September 2008 bankrottgegangen) auch in diesem Markt so richtig spürbar. 2011 war das Schlimmste vorüber und in den grossen Kunstmärkten USA und China wurde kräftig gekauft, sodass beachtliche 64,6 Mrd. $ notiert wurden. 2012 endete der Boom in China, was gleich aufs Geschäft durchschlug. 2016 war dann wieder ein vergleichsweise schwaches Jahr im Kunst-Business, was auch durch den Brexit bedingt war. Vergangenes Jahr waren die USA mit 44% Anteil der grösste Markt, vor dem Vereinigten Königreich mit 21 und China mit 19%.