Was macht eigentlich…

Nico Rosberg, ehem. F1-Champion

Nico Rosberg feiert seinen Weltmeister­titel in Abu Dhabi mit ­seinem Mercedes-Team.

Vom Profisportler, der durch die ganze Welt jettet, zum Umweltaktivisten. Inzwischen ist das mehr als bloss ein Trend. Dazu zählt auch Nico Rosberg, der ehemalige Formel-1-Weltmeister. Dass er einst Rennfahrer werden würde, war schnell klar. Als Sohn des finnischen Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg war Nico von Klein auf gewillt, in den Motorsport einzusteigen. Seine Karriere begann er im Kartsport. Erste Erfahrungen im Formelsport sammelte er ab 2000. Im selben Jahr wurde er in der Formel A hinter seinem späteren Teamkollegen Lewis Hamilton Vize-Europameister.

Seine nächsten Karriereschritte ging Rosberg in der damals neu gegründeten Formel-3-Euroserie. In Le Mans heimste der deutsch-finnische Doppelbürger seinen ersten Sieg ein. In seiner zweiten Saison in der Formel 3 wechselte er seine Rennlizenz und fuhr fortan als Deutscher seine Rennen. Er gewann die spanische Meisterschaft und konnte sich in der Euroserie beweisen. Die harte Arbeit zahlte sich schnell aus. 2005 gelang ihm der Sprung in die GP2-Serie, er entschied unmittelbar die Meisterschaft für sich. Mit dieser Leistung sicherte sich Rosberg einen Platz beim Williams-Team in der Formel 1 und debütierte 2006 mit 21 Jahren in der Goldklasse des Rennsports.

Ganze vier Jahre fuhr Rosberg für das britische Team und kämpfte sich weiter nach oben. 2010 folgte der Wechsel zu Mercedes. An der Seite von Michael ­Schumacher und später Lewis Hamilton kam er der Spitze kontinuierlich näher. 2016 gelang es ihm, den Traum eines ­jeden Formel-1-Fahrers zu verwirklichen: Er wurde Weltmeister. Gerade mal eine Woche nach seinem Titel gab er ­seinen Rücktritt bekannt, zur Überraschung des Rennzirkus.

Nico Rosberg wird 2016 Weltmeister in Abu Dhabi.

Ruhiger ist es um Rosberg seither nicht geworden. Der heute 36-Jährige engagiert sich noch immer für den Rennsport. Besonders am Herzen liegt ihm aber der ­Klimaschutz. Am Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos äusserte er sich zur Klimakrise und forderte die Formel 1 auf, ihre Rennautos in elektrische umzuwandeln. Gleichzeitig stellte er gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Schaeffler sein selbst entwickeltes autonom fahrendes Elektrotaxi vor. Im selben Jahr veranstaltete Rosberg zusammen mit zwei Technologieberatern das GreenTech Festival, das eine breite Plattform für grüne Zukunftstechnologien bietet.

Auf den Klimawandel macht Rosberg zudem mit der Extreme-E-Rennserie aufmerksam, an der er mit seinem Team ­Rosberg Xtreme Racing teilnimmt. Die Rennen finden an besonderen Orten statt, die vom Klimawandel gezeichnet sind. Damit soll ein Wandel in Richtung erneuerbarer Energie forciert werden. Doch so wichtig ihm der Klimawandel inzwischen erscheint: Ganz loslösen von der Formel 1 konnte er sich bisher noch nicht. Von 2018 bis 2020 fungierte er als TV-Experte beim deutschen Sender RTL.

Zudem betreibt Rosberg seit 2011 einen YouTube-Kanal. Dort zeigt er Ausschnitte aus seinem Privatleben und – noch viel wichtiger für Rennsportenthusiasten – analysiert die immer mehr werdenden Rennstrecken. Auf wen der Deutsche am kommenden Sonntag als dies­jährigen Weltmeister, ob Lewis Hamilton oder Max Verstappen, tippt, wollte er in seinem jüngsten Video allerdings nicht verraten.

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