Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Jahresendausgabe 2021
Märkte / Makro

Was tun, wenn die Schere sich weiter öffnet?

Stellschrauben zur Minderung von Ungleichheit gibt es einige. Das Thema dürfte die Politik künftig noch mehr beschäftigen.

Es liegt wohl in der Natur des Menschen, sich immer mal wieder mit dem Umfeld zu vergleichen. Dies gilt insbesondere für den ökonomischen Status, beim Einkommen und auf der ­Karriereleiter. Selbst wenn der Kuchen für alle wächst, sind die Stücke, die dabei abfallen, nie für alle gleich gross. Das führt zu Unzufriedenheit. Das Thema Ungleichheit beschäftigt die breite Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger vielerorts. Mit der Abzocker- und der 99%-Initiative fand der Missmut grosser Bevölkerungsteile auch in der Schweiz seinen Ausdruck. Selbst hierzulande – in einer Volkswirtschaft, die in Sachen Wohlstand weit oben auf den internationalen Ranglisten steht – hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahrzehnten weiter geöffnet (vgl. Grafik 1). Verstärkt wird der Eindruck wachsender Ungleichheit nicht zuletzt durch die Niedrig- und Negativzinspolitik der Notenbanken, die den kleinen Sparer straft und den Privilegierten satte Renditen an den Börsen beschert.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Roland Könen Könen 11.01.2022 - 14:39
“Länder wie Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Österreich und Schweden haben die Besteuerung von Kapitalerträgen in den vergangenen zwanzig Jahren jedoch komplett abgeschafft.” ist nicht korrekt. In Deutschland gibt es die Vermögensteuer nicht mehr, das ist richtig, die Kapitalertragsteuer wird jedoch unverändert erhoben, aktuell mit 25% pauschal. Auch mag “sich die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahrzehnten weiter geöffnet”… Weiterlesen »