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Unternehmen / Schweiz

Was die Schweiz ohne die Pharmabranche wäre

Die UBS hat den Einfluss der Pharmabranche auf die hiesige Wirtschaft untersucht. Betreffend Handelsbilanz, BIP-Wachstum und Arbeitsmarkt zeigt die Studie deutliche Auswirkungen.

Was wäre die Schweiz, wenn es die Pharmaindustrie nicht gäbe? Dieser Frage gehen die Ökonomen der UBS in einer am Dienstag veröffentlichten Studie nach.

Die Antworten sind eindrücklich. Die Pharmaindustrie ist mit einem Anteil von 45% an den gesamten Warenexporten die grösste Exportbranche der Schweiz. Ohne sie hätte die Schweiz in den letzten fünfzehn Jahren durchweg ein Handelsbilanzdefizit aufgewiesen. Auch die Leistungsbilanz wäre massiv geringer ausgefallen. Statt auf 11% des Bruttoinlandprodukts würde sie sich im Jahr 2015 noch auf 4% belaufen.

Einfluss von 0,3 Prozentpunkten auf Wachstum

Auch auf das Wirtschaftswachstum hatte die Pharmabranche in den letzten fünfzehn Jahren einen spürbaren Einfluss. Ohne den Sektor wäre das durchschnittliche jährliche Wachstum von 2% um 0,3 Prozentpunkte tiefer ausgefallen.

Für die Ökonomen der UBS ist deshalb klar: Sollten die USA eine protektionistischere Politik verfolgen, hätte das auch Auswirkungen auf die Schweiz. Die USA sind für Pharmakonzerne der wichtigste Einzelmarkt.

Gefahr US-Protektionismus

Die Nettoexporte der Pharmaindustrie in die Vereinigten Staaten betragen 2% des Bruttoinlandprodukts. «Bei Verwerfungen im Handel mit den USA ist mit spürbaren Veränderungen in den Aussenhandelszahlen zu rechnen», schreiben die Ökonomen der UBS. Dies wäre dann auch auf der Wachstumsseite zu spüren.

Ungleich weniger stark vertreten ist die Pharmabranche am Arbeitsmarkt. Zwar beschäftigt sie 20% aller Personen, die in der Forschung arbeiten. Insgesamt steht jedoch nur etwas mehr als 1% aller Erwerbstätigen bei ihr unter Vertrag. Dieses Bild hellt sich nach den Ökonomen der UBS auch nicht auf, wenn man berücksichtigt, dass die Pharmabranche auch indirekt Jobs schafft.