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Was Worte von Managern zu Prognosen aussagen

Die meisten Finanzanalysten setzen auf die harten Fakten – Gewinn- und Verlustrechnungen, Gewinnschätzungen, Umsatzzahlen und alles andere, das man leicht zählen kann.

Wir haben uns zu dieser Studie entschlossen, weil immer mehr unstrukturierte textlastige Informationen zur Verfügung stehen und die Textanalyse in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen grosse Fortschritte gemacht hat. Sie kann helfen, wichtige Informationen aus einer Reihe unterschiedlicher Dokumente zu extrahieren. Wir konzentrieren uns aber ausschliesslich auf Telefonkonferenzen. Sie finden vierteljährlich statt und geben Managern von Unternehmen die Möglichkeit, über die jüngste Entwicklung und die Aussichten für die Zukunft zu sprechen. Ergebnis-Telefonkonferenzen beginnen üblicherweise mit einer gut vorbereiteten Präsentation der Manager, gefolgt von einer Fragerunde für die Wertpapieranalysten, für die es keine strengen Vorgaben gibt. Genau diese spontane Interaktion mit den Analysten kann besonders interessant sein, um möglicherweise versteckte Botschaften in den Aussagen der Manager zu entschlüsseln. Wir glauben, dass sie zusätzliche und differenzierte Hinweise auf die zukünftige Entwicklung der Analystenerwartungen und der Gewinnrevisionen liefern.

Frühere Studien beruhen auf sehr wenigen Informationen, üblicherweise nur auf der letzten Telefonkonferenz, sodass fraglich ist, ob sie entsprechende Auswirkungen haben können. Ein Investor, der die sprachlichen Signale für eine Handelsstrategie nutzen will, müsste viele Abschriften von Telefonkonferenzen analysieren. Dies ist mitunter so zeitaufwendig, dass es sich nicht für eine effiziente Nutzung eignet. Hinzu kommt, dass derartige Kurzfriststrategien oft einen extrem hohen Portfolioumschlag erfordern und daher sehr hohe Transaktionskosten verursachen. Wir haben uns deshalb entschieden, die Prognosekraft mittelfristiger Indikatoren für die Stimmung von Managern zu untersuchen. Unsere Stimmungsindikatoren, anhand derer wir jeden Monat Aktien einschätzen und Portfolios konstruieren, beschränken sich daher nicht auf die jüngste Telefonkonferenz. Stattdessen erfassen sie die Stimmung, die alle Telefonkonferenzen eines Unternehmens in den letzten zwölf Monaten vermittelt haben. Ausserdem unterstellen wir eine fünftägige Verzögerung zwischen dem Tag der Telefonkonferenz und der Veröffentlichung der Abschrift zur Textanalyse. Dies führt dazu, dass wir die Abschrift im Durchschnitt erst 21 Tage nach der Telefonkonferenz nutzen können. Schliesslich haben wir unsere Analyse für 2004 bis 2017 durchgeführt, für US-amerikanische Large und Mid Caps. Dies dürfte die Befürchtung zerstreuen, dass unsere Ergebnisse die Folge deutlich eingeschränkter Arbitragemöglichkeiten sind. Abgesehen davon, dass unsere Stimmungsindikatoren längerfristiger ausgerichtet sind, hat unsere erste Gruppe von Signalen viel mit früheren Studien zu diesem Thema gemeinsam. Analog dazu berechnen wir einen Stimmungsindikator, der im Wesentlichen auf der Differenz der Anzahl von Begriffen mit positiven und negativen Konnotationen beruht.

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