Märkte / Makro

Washington lässt Hilfe auslaufen

Während Demokraten und Republikaner über Coronamassnahmen streiten, erleiden Millionen Amerikaner einen Einkommenseinbruch.

Viel steht auf dem Spiel: 30 Mio. US-Arbeitslose erhalten derzeit finanzielle Hilfe. Das entspricht 19% der Personen im Arbeitsmarkt. Wegen Corona liegt die Zahl höher als sonst, denn ausnahmsweise dürfen u. a. auch Selbständige Unterstützung anfordern. In der Krise zeigte sich Washington auch bei der Höhe der Hilfe grosszügig. Zumindest temporär. Bis Ende Juli erhielten Arbeitslose pro Woche 600 $ extra. Damit ist nun aber Schluss, denn Washington konnte sich noch nicht auf eine Fortsetzung des Programms einigen.

Während Demokraten eine Verlängerung bis Januar fordern, wollen Republikaner die Zusatzhilfe reduzieren. In einem ersten Schritt auf 200 $ je Woche und danach auf total zwei Drittel des Lohns. Sie begründen die Senkung damit, dass laut diversen Studien etwa die Hälfte der Arbeitslosen mehr Hilfe bekommt, als sie vorher verdient hatten. Republikaner fürchten, dass die grosszügige Zahlung Arbeitslose von der Arbeitssuche abhalte und den Aufschwung bremse. Diverse Studien zeigen aber, dass dies nicht der Fall ist. Die grosszügige Arbeitslosenhilfe hat nicht dazu geführt, dass Arbeitslosigkeit einer Stelle vorgezogen wurde.

Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare