Die Schweiz und das Nachbarland Österreich gehören zu den weltweit 45 Staaten, die für Männer die Wehrpflicht anwenden. In Mitteleuropa sind die beiden bündnisfreien Alpenrepubliken damit allein; rundum dienen Berufssoldaten in Nato-Armeen. Deutschland schaffte die Wehrpflicht 2011 ab; seither ist auch die Bundeswehr eine Profiarmee.  Zu den Staaten, die grundsätzlich alle wehrfähigen Männer einziehen, gehören auch etwa Russland und dessen neutraler, aus Erfahrung hellwacher Nachbar Finnland. Auch in Griechenland und der Türkei, zugleich Rivalen und Nato-Partner, müssen die jungen Männer einrücken. 2017 führte Schweden, sieben Jahre nach der Abschaffung, die Wehrpflicht wieder ein, für beide Geschlechter. Der Grund dafür sind Bedenken wegen Russland. Auch Norwegen gehört zu den elf Staaten (von den vom Pew Research Center untersuchten 191), die für Mann und Frau die Wehrpflicht praktizieren. Es erstaunt nicht, dass das auch für Israel und Nordkorea gilt. Ein Grund dafür, dass es viele Eritreer nach Europa zieht, ist die in Eritrea prinzipiell unbefristete Wehrpflicht für alle. Frankreich ist dabei, wieder eine nationale Dienstpflicht einzuführen, die sich jedoch nicht auf die Streitkräfte beschränkt. Die USA übrigens unterhalten zwar grosse Berufsverbände, könnten jedoch nach wie vor die Wehrpflicht geltend machen, so wie 22 weitere Länder auch.