Es gibt sie noch, die erfreulichen Nachrichten in diesen düsteren Coronazeiten: Die Schweizer Weine konnten ihren Marktanteil im Heimmarkt 2019 weiter steigern – das ist für den Weinbau eine frohe Botschaft. Besonders Schweizer Weissweine erfreuen sich bei heimischen Geniessern einer steigenden Beliebtheit. Der Konsum stieg im vergangenen Jahr 10,3% auf gut 483 000 hl. Die roten Gewächse legten 1,6% auf etwas mehr als 462 000 hl zu. Der Aufwärtstrend ist gerechtfertigt, Schweizer Weine haben sich in den vergangen Jahren und Jahrzehnten qualitativ enorm verbessert. Der gesamte Weinkonsum erreichte 2019 gut 2,5 Mio. hl. Das entspricht einem Konsum von knapp vierzig Flaschen Wein (zu 0,75 l) pro Person. Im Vorjahresvergleich ergibt sich ein Plus von 4,7%. Gemessen an 2004 allerdings schrumpfte der Weinkonsum 8,2%. Knapp zwei Drittel des 2019 getrunkenen Weins wurden importiert. Der Importanteil war in den vergangenen Jahren leicht rückläufig; langfristig beträgt er zwischen 60 und 65%. Das grösste Herkunftsland ist Italien. Die Einfuhren von dort erreichten 760 000 hl, 42,6% des ­Volumens. Dahinter folgen die grossen Produzenten Frankreich und Spanien. Die Importe aus Übersee fallen kaum ins Gewicht. Das gilt auch für Exporte von Schweizer Weinen: Sie erreichten 2019 lediglich 11 000 hl. So gut die Qualität der Weine ist, so klein sind die verfügbaren Mengen.