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Weit weg vom alten Mindestkurs

Der Franken hat sich zum Euro kräftig aufgewertet. Daran sind die Türkei und Italien schuld, aber auch der Liquiditätsabbau der Zentralbanken.

Es genügten vier Monate, um die Hoffnung zu zerschlagen, dass der Franken endlich eine normale Währung werden würde. Mitte April erreichte der viel beachtete Wechselkurs 1.20 Fr./€. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte das Niveau im September 2011 als unterste Grenze ausgemacht, die die Schweizer Wirtschaft verkraften könne, und verteidigte sie deshalb fortan. Als sie dreieinhalb Jahre später, im Januar 2015, diesen Mindestkurs freigab, sackte der Wert des Euros bis auf 1 Fr. ab.

Es dauerte erneut mehr als drei Jahre, bis der Wechselkurs Mitte April 2018 auf das alte Ziel zurückkehrte. Die Öffentlichkeit setzte darauf, dass der Franken sich weiter «normalisieren» werde – der Euro könnte auf 1.25 Fr./€ klettern, vielleicht sogar höher.

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