Dave Schneider

Audi macht zurzeit alles richtig. Das Geschäft läuft prima, die Ingolstädter haben sich als Premiummarke weltweit etabliert, ihre Modelle sind innovative Technologieträger und Benchmark in Bezug auf Qualität und Design. Auch in der Schweiz ist die Marke sehr erfolgreich: 2010 war Audi der erfolgreichste Premiumhersteller und mit einem Marktanteil von 5,7% die Nummer drei insgesamt. Die Modellpalette ist ausgereift und sehr umfangreich, ein Klumpenrisiko entfällt somit gänzlich – und dennoch hängt viel vom Modell A4 ab, ist die Mittelklasselimousine doch weltweiter Bestseller. Die gesamte Baureihe – Limousine, Avant, Allroad, S4 – wurde nun überarbeitet und kommt im Februar auf den Markt.

Die Modellreihe wird nunmehr in achter Generation gebaut; der A4 seit 1994, der Vorgänger Audi 80 davor seit 1972. In diesen 39 Jahren wurden rund 10 Mio. Einheiten verkauft, was die immense Bedeutung dieses Modells unterstreicht. Um den Erfolg weiterhin zu gewährleisten, erhielt der Mittelklassewagen ein umfassendes Facelift: Das Gesicht wurde dem aktuellen Familiendesign angepasst, mit abgeschrägten oberen Kanten am Kühlergrill und schmalen LED-Tagfahrlichtbändern um die schlanker geschnittenen Scheinwerfer. Die Motorhaube ist stärker modelliert, die Heckleuchten sind optional in LED-Technik erhältlich. Dementsprechend tragen auch das höhergelegte Modell A4 Allroad quattro und die sportliche Variante S4 ein neues Outfit.

Stopp-Start serienmässig

Auch das Interieur wurde mit Feinheiten optimiert. Chromumrandungen an manchen Bedienelementen sowie neue Lenkräder sind die augenfälligsten Massnahmen, das Grundlayout ist geblieben. Das Infotainmentsystem MMI Navigation plus kommt neu zusätzlich zum Dreh-Drück-Regler mit nur noch vier Tasten aus, das geniale System MMI Touch mit berührungsempfindlichem Eingabefeld bleibt (vorerst) den Baureihen A6, A7 und A8 vorbehalten. Die Bedienung von Sitzheizung, Klimasteuerung und dem Fahrdynamiksystem Audi Drive Select wurde leicht modifiziert. Ebenfalls neu im A4 ist der erweiterte Radartempomat, der neu bei drohenden Kollisionen unter 30 km/h automatisch eine Vollbremsung einleitet. Neu abgestimmte Interieurfarben und neue Materialien für die Dekorleisten ergänzen das Angebot.

Natürlich wurde auch die Motorenpalette überarbeitet. Der neue A4 verbraucht im Schnitt 11% weniger als das Vorgängermodell, obwohl viele Aggregate mehr Leistung und Drehmoment bieten als zuvor. Für Limousine und Avant stehen sechs Diesel- und vier Benzinmotorvarianten mit vier oder sechs Zylindern zur Wahl. Hervorzuheben gilt es die sparsamste Motorisierung 2.0 TDI mit einer Leistung von 100 kW/136 PS: Damit ausgestattet verbraucht die A4-Limousine gemäss Hersteller im Schnitt 4,2 l/100 km, was einem CO2-Ausstoss von 112 g/km entspricht. Für den A4 Allroad quattro sind drei Motoren erhältlich, der S4 wird von einem 3-l-V6-Benziner mit einer Leistung von 245 kW/333 PS angetrieben. Alle Aggregate in allen Modellen sind aufgeladen und verfügen über Direkteinspritzung, ein Stopp-Start-System ist durchgängig serienmässig.

Ab 42 900 Fr.

Alle frontgetriebenen Modelle werden serienmässig mit einem manuellen Sechsganggetriebe angeboten, für viele Motorvarianten steht optional ein Automatikgetriebe zur Wahl. Die Allradmodelle inkl. A4 Allroad quattro sind entweder mit dem Schaltgetriebe oder dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S-tronic ausgestattet. Für die Allradmodelle mit V6-Motor ist gegen Aufpreis ein Sportdifferenzial an der Hinterachse erhältlich.

Wie sich der überarbeitete Audi A4 fährt, wird natürlich ein ausführlicher Test zeigen müssen – es würde aber niemanden überraschen, wenn auch der Neue mit den von der Marke bekannten Attributen überzeugen würde. Die Markteinführung ist auf Februar 2012 geplant, die Preise beginnen bei 42900 Fr., das Topmodell S4 ist ab 86 470 Fr. erhältlich.

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