Märkte / Derivate

Welthandel im Gegenwind

Die Schifffrachtraten sind deutlich gesunken. Das schürt Angst vor einer Konjunkturschwäche.

Für den Welthandel kommt die Coronavirusepidemie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Eigentlich schienen sich mit dem sino-amerikanischen Phase-1-Deal die Aussichten endlich aufzuhellen. Durch die Störung der globalen Fertigungsketten ist jedoch neue Verunsicherung in den Markt gelangt.

Die jüngsten Verwerfungen spiegeln sich im Baltic Dry Index (BDI), der die globalen Frachtraten abbildet und Rückschlüsse auf die konjunkturelle Entwicklung erlaubt. Gegenüber September hat er über 80% an Boden eingebüsst und sich auf die Tiefst von 2016 zurückgebildet.

Vor vier Jahren war die Schwäche allerdings weniger auf eine stotternde Weltwirtschaft denn auf eine zu grosse Frachtflotte zurückzuführen – hatten die nach der Finanzkrise eingeleiteten Konjunkturprogramme doch zu einem temporären Überangebot an Transportschiffen geführt. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.