Schon in gut einem Jahrzehnt könnten sieben der zehn grössten Volkswirtschaften heutige «Emerging Markets» sein. Das sagen Berechnungen der britischen Bank Standard Chartered (STAN 579 0.12%), die schwergewichtig in Asien tätig ist. Sie prognostiziert jeweils das Bruttoinlandprodukt (BIP), der besseren Vergleichbarkeit halber nach Kaufkraftparitäten (PPP, Purchasing Power Parity) für 2030; die Vergleichswerte für 2017 stammen vom Internationalen Währungsfonds IWF. Demzufolge ist die chinesische Volkswirtschaft bereits heute die grösste, vor der amerikanischen. 2030 soll sie gemäss Standard Chartered ein Volumen von 64,2 Billionen Dollar (PPP) erreichen, zu diesem Zeitpunkt mehr als das Doppelte der USA. Dannzumal werde Indien mit 46,3 Billionen Dollar den zweiten Rang belegen (verlässlicher prognostizierbar als die Wirtschaftsleistung ist übrigens, dass Indien 2030 das volkreichste Land der Erde sein wird, mit voraussichtlich 1,53 Milliarden Menschen, vor China mit dannzumal etwa 1,44 Mrd. und den USA mit rund 360 Millionen). Gemessen am BIP in PPP werden 2030 auf das Spitzentrio Indonesien und die Türkei folgen. Dahinter rangieren Brasilien, Ägypten – was allerdings eine wirklich enorme Entwicklung des Lands am Nil voraussetzt – sowie Russland. Die beiden «alten» Industriemächte Japan und Deutschland liegen der Studie gemäss nur noch just in den Top Ten.