Märkte / Makro

Weltwirtschaft verliert nur noch leicht an Schwung

Die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie sind im November überwiegend robust ausgefallen. Lieferengpässe bremsen die Geschäfte.

Es fehlt nicht an Gefahrenherden für den weltweiten Aufschwung. Bislang geben vor allem die globalen Lieferengpässe Grund zur Sorge. Inzwischen bereiten aber auch die hohe Inflation und die neue Coronavirusvariante Wirtschaftsforschern Kopfzerbrechen. Das Schweizer Forschungsinstitut Bak Economics warnt bereits: «Omikron könnte das Schweizer Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 auf 1,3% drücken.»

Die viel beachteten Einkaufsmanagerindizes in der Industrie (Purchasing Managers’ Index, PMI) signalisieren indes, dass die Konjunktur in den meisten Ländern immer noch kräftig ist. In der Mehrzahl der 22 in der obigen Infografik aufgeführten Länder hat sich der PMI im November gegenüber Oktober verbessert. Der globale, nach Wirtschaftsleistung gewichtete Industrie-PMI ist minimal von 54,3 auf 54,2 im November gesunken. Werte über 50 signalisieren Wachstum, Werte darunter eine Kontraktion.

Italien Spitzenreiter im Euroraum

Im Euroraum hat sich das Wachstum der Industrie stabilisiert. Nach vier Rückgängen in Folge erholte sich der PMI minimal auf 58,4. Haupthindernis bleiben die Lieferengpässe. Das zeigt sich, wenn man die einzelnen Branchen betrachtet. In den Vorleistungs- und Investitionsgütersektoren setzte sich die Abkühlung fort, dagegen ging es in der Konsumgüterindustrie mit Beschleunigung aufwärts.

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