Märkte / Makro

Wenig Wachstumsherde weltweit

Zahlreiche Länder befinden sich zwar konjunkturell auf dem Höhepunkt, aber nur wenige wachsen wirtschaftlich kräftig.

Selten gab es so wenige Länder, die als Wachstumsmotoren die Weltwirtschaft antreiben, wie heute. Viele Schwellenländer, die diese Rolle in der Vergangenheit ausübten, stecken immer noch im Konjunkturtief. Per saldo wachsen sie zwar und fördern damit die Weltwirtschaft. Aber die Rate liegt 2 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswachstum des vergangenen Jahrzehnts – ein beachtlicher Tempoverlust mit Folgen.

Demgegenüber durchlaufen viele Industriestaaten zwar das zyklische Hoch – die USA haben es sogar schon überschritten –, aber von einem Boom kann trotzdem nicht die Rede sein. Dazu wächst die Wirtschaft zu verhalten. Der Grund: Die vergangenen Krisenjahre, die sich in hohen Schulden, Investitionsstopps und Arbeitslosigkeit äusserten, haben dem Potenzialwachstum geschadet. Es liegt unter dem Optimum der Vergangenheit. Mit anderen Worten: Die Kapazitätsgrenze ist bereits erreicht, bevor davon wirklich etwas zu spüren ist. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?