Märkte / Derivate

Weniger Handel mit strukturierten Produkten

Der Umsatz mit Barriereprodukten nimmt zu, Optionsscheine und Kapitalschutzzertifikate sind weniger gefragt.

Nach dem rekordhohen Umsatz im Krisenjahr 2020 habe sich der Umsatz «auf hohem Niveau wieder normalisiert», sagt Markus Pfister, Präsident des Branchenverbands Swiss Structured Products Association (SSPA). Er bezieht sich auf den Quartalsreport, der vorige Woche erschienen ist. Das Handelsvolumen von April bis Juni beträgt 81,1 Mrd. Fr., das sind 6% weniger als ein Jahr zuvor (vgl. Grafik 1). Für das erste Semester beläuft sich der Rückgang auf 14%.

Die «Normalisierung auf hohem Niveau» zeigt sich im Vergleich mit der Vorkrisenzeit. Gegenüber dem ersten Semester 2019 hat der Umsatz 1% zugenommen. Die Branche ist also auf Kurs.

Pandemiejahr ist kaum zu übertreffen

Das Rekordjahr 2020 wird nicht so leicht zu übertreffen sein. Als damals bis Anfang April etwa die Hälfte aller Barrieren durchbrochen wurde, schichteten viele Anleger in neue Zertifikate um. So stieg der Umsatz in der Kategorie Renditeoptimierung – sie enthält vor allem Barriereprodukte mit Coupon – im ersten Quartal 2020 auf rekordhohe 53,3 Mrd. Fr. Anschliessend ist das Handelsvolumen gesunken und hat sich dann wieder erholt, auf nun 43,8 Mrd. Fr. im zweiten Quartal. Das sind 11% mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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