Unternehmen / Schweiz

Wenn am Immobilienmarkt der Wind dreht

Im Immobiliensektor gibt es zahlreiche Schön-Wetter-Anlagen. Sich gegen fallende Preise abzusichern, ist dagegen schwierig.

An einer Immobilienhausse mit steigenden Preisen verdienen fast alle mit: Eigentümer über die Wertsteigerung und den fallenden Belehnungsgrad, die Banken am grösseren Kreditvolumen und der Staat über Steuermehreinnahmen. Auch Anleger, die kein Eigenheim besitzen, können am Boom partizipieren, entweder direkt über Crowd-Lending-Plattformen oder indirekt über Investitionen in Immobilienfonds, Aktien von Immobiliengesellschaften oder Real Estate Investment Trusts (REIT), den im Ausland populären Immobilienanlagevehikel. Sie alle versprechen im günstigen Marktumfeld üppige Renditen.

Komplizierter wird es bei fallenden Immobilienpreisen. Damit rechnet zwar in der Schweiz in den kommenden Jahren niemand, aber auszuschliessen ist das Szenario nicht, auch wenn viele jüngere Marktakteure noch nie eine Phase mit sinkenden Preisen erlebt haben. Die letzte Immobilienkrise liegt hierzulande dreissig Jahre zurück. Nach dem Boom der Achtzigerjahre brachen die Preise Anfang der Neunziger in gewissen Regionen bis zu 50% ein. Noch etwas frischer sind die Erinnerungen an das Platzen der Häusermarktblase in den USA vor fünfzehn Jahren.

Kleine Korrektur, grosse Wirkung

Man muss nicht gleich von einem Crash ausgehen – doch die Kombination aus hohen Bewertungen und steigenden Zinsen machen eine Korrektur wahrscheinlicher.

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