Märkte / Makro

Wenn China zum Bremsfaktor wird

Chinas Wirtschaft erlebt die dritte Abkühlungsphase in zehn Jahren. Diesmal ist die Verlangsamung weniger dramatisch, trifft aber auch den Konsumsektor.

China war für westliche Unternehmen über Jahre Garant für Wachstum. Doch nun wankt dieser Pfeiler. Apple musste wegen der rückläufigen iPhone-Nachfrage im Reich der Mitte die Umsatzprognose nach unten korrigieren. Jaguar Land Rover erlitt einen Einbruch im Chinageschäft und hat vergangene Woche einen grossen Stellenabbau angekündigt. Gewiss spielen sektor- und unternehmensspezifische Entwicklungen eine Rolle, doch die gemeinsame Botschaft dieser zwei Nachrichten ist eindeutig: Chinas Wirtschaft kühlt sich ab, und das bekommt auch der Westen zu spüren.

Offiziell hat sich das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) zwar nur marginal verlangsamt, von 6,9% Anfang 2017 auf 6,5%. Doch die auffällig stabilen Zahlen der Regierung taugen wenig, um ein akkurates Bild der chinesischen Konjunktur zeichnen zu können. Die meisten Ökonomen setzen auf eigene Schätzungen und alternative Wachstumsindikatoren. Diese zeigen derzeit eine stärkere Abkühlung, als Peking kommuniziert.

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