Märkte / Aktien

Wenn das Sicherheitsnetz fehlt

Solange die Zinsen niedrig bleiben, geht es an den Börsen aufwärts – so der gängige Tenor. Doch die Daten widersprechen.

Die Geschichte ist mittlerweile wohlbekannt – niedrige Zinsen sind gut für die Aktienmärkte. Und solange die Notenbanken die Leitzinsen nicht spürbar erhöhen, bleiben Dividendentitel attraktiv. Der Vergleich ist einfach: Aktuell versprechen die im Swiss Performance Index (SPI) enthaltenen Titel eine jährliche Dividendenrendite von rund 3,6%. Zehnjährige Schweizer Staatsanleihen hingegen bestrafen den Anleger mit einem jährlichen Zins von –0,54%. Somit weisen Aktien einen Renditevorsprung von über 4% auf – eine rekordhohe Differenz.

Der Zinswahnsinn ist mittlerweile so extrem, dass die Eidgenossenschaft kürzlich eine Anleihe zu Minuszinsen emittieren konnte: Für 103 Fr., die die Investoren dem Staat aushändigten, werden sie in dreizehn Jahren 100 Fr. zurückerhalten – also drei Franken weniger. Das lange Warten wird nicht einmal mit einem Coupon versüsst, handelt es sich bei der Anleihe doch um einen Zero-Coupon-Bond. Angesichts dieser betrüblichen Alternativen sind und bleiben Aktien attraktiv, so die verbreitete Meinung.

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Leser-Kommentare

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Wolf-Stefan Schultz 15.06.2016 - 08:50

Es wäre sehr interessant, wie dies mit dem P/E bzw. Shiller P/E korrelliert?

Dirk Meyer 15.06.2016 - 09:24

Abb.2 sollte (dem Text des Artikels entsprechend) korrigiert werden. In der aktuellen Version unterscheiden sich Abb.2 und Abb.3 nicht voneinander. In Abb.2 würde man den Zusammenhang zwischen absolutem Zinsniveau und Aktienbewertung erwarten.