Unternehmen / Schweiz

Wenn der Chef kaum Aktien hält

Unternehmen setzen alles daran, ihre Manager zu eigenem Aktienbesitz anzuhalten – nicht immer erfolgreich. Was bedeutet das für Anleger?

Yvonne Debrunner und Beatrice Bösiger

Urs Riedener ist seit mehr als zwölf Jahren CEO von Emmi. Dennoch besitzt er keine einzige Aktie des Milchverarbeiters. «Ich bin angestellt und nicht beteiligt. Ich will im Interesse des Geschäfts und nicht aus Eigeninteresse agieren», sagte er kürzlich zu «Finanz und Wirtschaft». Riedener ist kein Einzelfall: Auch die Manager des IT-Logistikers Also und des Spezialisten für Elektrikkomponenten, Lem, halten keine Beteiligungen an ihrem Arbeitgeber.

Die Unternehmensgrösse mag dafür mitverantwortlich sein. Wie ein Blick in die Schweizer Unternehmenslandschaft zeigt, gibt es unter den grossen Gesellschaften nur einzelne Top-Kader, welche keine Aktien des eigenen Konzerns halten. Um das herauszufinden, hat FuW die Geschäftsberichte der 30 meist- gehandelten Schweizer Unternehmen (SLI) durchforstet und die Beteiligungen der Chefs und Finanzchefs am eigenen Unternehmen analysiert. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?