Märkte / Derivate

Wenn der Krieg den Rohstoffhandel überwältigt

Ukrainekrieg | Eine nie dagewesene Explosion des Nickelpreises zeigt die Anfälligkeit der Märkte für Rohwaren.

Der Nickelhandel ist normalerweise nicht besonders spannend, Eine Tagesveränderung von 3% ist schon viel. Umso unerwarteter kam da Anfang Woche die massive Preisexplosion für den Nickel-Futures – eine Tonne kostete zum Handelsschluss am Montag plötzlich 63% mehr. Am Dienstagmorgen verdoppelte sich der Kurs dann in wenigen Stunden auf ein Allzeithoch von über 100’000 $. Die Rohstoffbörse London Metal Exchange (LME) setzte den Handel aus.

Natürlich haben die Marktverwerfungen mit dem Krieg in der Ukraine zu tun. Russland ist der drittwichtigste Lieferant, man macht sich Sorgen um die Versorgung. Auch andere Rohstoffe gewinnen deswegen an Fahrt. Ihre Preise notieren zu einem grossen Teil auf einem Mehrjahreshoch (vgl. Grafik 1).

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