Märkte / Makro

Wenn der Negativzins die Währung stärkt

Das Beispiel Japan zeigt, dass mit Negativzinsen die Aufwertung einer Währung nicht zu bremsen ist. Die Wirkung der Zinsdifferenz ist keine exakte Wissenschaft.

Trotz Negativzinsen werten sich der Franken, der Euro und der Yen zum Dollar auf. Das wirft Fragen auf nach dem Sinn von Negativzinsen und der Wirkung der Zinsdifferenz.

Die Zinsdifferenz ist einer der wichtigsten Faktoren, die den Verlauf der Wechselkurse bestimmen. Auch für die Notenbanken ist sie daher eine zentrale Zielgrösse. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins auf  –0,75% gesenkt, mit der Begründung, die Zinsdifferenz zum Euro konstant zu halten, um eine Aufwertung des Frankens zu verhindern. Der Franken-Euro-Kurs hat sich seither stabilisiert und liegt nun über 1.10 Fr./€. Ob die Zinsdifferenz dafür verantwortlich ist oder die Devisenkäufe der SNB, lässt sich nicht eruieren. Fakt ist aber: Gegenüber dem Dollar hat sich der Franken seit Anfang Dezember rund 5% aufgewertet.

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