Märkte / Makro

Wenn die Grösse zum Problem wird

Auf den ersten Blick wirken die Aussichten für Apple weiterhin vorteilhaft. Doch zeigen Analysen, dass dominante Konzerne hinsichtlich ihrer Kursentwicklung oft enttäuschen.

Vieles wurde im Vorfeld über den anstehenden Meilenstein geschrieben. Letzten Donnerstag war es dann endlich soweit: Apples Börsenwert kletterte erstmals über die schlagzeilenträchtige Marke von 1 Bio. $ – zwei Tage, nachdem der kalifornische IT-Gigant anlässlich seiner Quartalsergebnisse einen optimistischen Ausblick vorgelegt hatte. Angesichts der enormen Grösse ist nun allerdings Vorsicht angebracht – deutet die Historie doch darauf hin, dass eine hohe Marktkapitalisierung oft für enttäuschende Folgerenditen sorgt.

Zu einem klaren Verdikt kommt eine Analyse des US-Investmenthauses Research Affiliates (RA). So weisen die nach Börsenwert grössten Unternehmen eines Landes oder Sektors – die Top Dogs – statistisch signifikant die Tendenz auf, sich nach Erreichen der Spitzenposition schlechter als der Gesamtmarkt zu entwickeln. Investments in den globalen Top Dog, die grössten Unternehmen jedes Landes oder die zehn grössten Konzerne der Welt warfen seit 1980 eine deutlich geringere Rendite ab als eine Anlage in den Gesamtindex.

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