Märkte / Makro

Wenn die Zinsen weiter unter null sinken

Negativzinsen wurden beim Zentralbankertreffen in Jackson Hole als «beste Alternative» für die Geldpolitik diskutiert. Man hat aber Angst vor Bargeldhortung.

Man mag meinen, an der Notenbankkonferenz in Jackson Hole hatten alle nur die nächste Zinserhöhung des Fed im Kopf. Dabei diskutierten die Zentralbanker am Wochenende auch intensiv das Gegenteil: Wie tief können die Zinsen noch gesenkt werden? Denn die Notenbanken weltweit, auch das Fed, fragen sich, wie sie die nächste Rezession bekämpfen sollen, wenn die Zinsen schon so tief sind, ohne ihre Bilanzen durch den Kauf von Anleihen oder anderen Wertschriften unendlich aufzublähen.

«Der US-Leitzins muss wohl auf –2% gesenkt werden, um beim nächsten Abschwung die Konjunktur zu stimulieren», erklärte Marvin Goodfriend in Jackson Hole. Der heutige Wirtschaftsprofessor war selbst Fed-Beamter als Forschungsleiter der Distriktbank von Richmond.

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Leser-Kommentare

Jörg Zimmermann 31.08.2016 - 10:40

Oder wir stellen uns darauf ein, dass wir in eine Post-Wachstumsphase eingetreten sind, und finden Wege, ohne unsere Droge Wachstum zu leben.

Roland Schmitt 03.09.2016 - 12:13
Statt einer Ausweitung der Zinsen in den negtiven Bereich und eine unterschiedliche Bewertung von Bargeld und Bankguthaben, was zur Vermeidung von Mißbrauch weitere Maßnahmen und Instrumente erfordert die so unübersichtlich sind, wie dieser lange Schachtelsatz, sollten die Notenbanken für alle Arten von Rohstoffen Preisuntergrenzen und deren Abnahme garantieren, wie sie es heute mit den Banknoten machen. Geld ist unter diesem… Weiterlesen »