Meinungen

Wenn höhere Staatsausgaben sich selbst finanzieren

Sparen kann die langfristige Verschuldung erhöhen, besagt eine Studie, die der einstige US-Finanzminister Larry Summers mitverfasst hat. Sie ist so wertvoll wie gefährlich, schreibt Markus Diem Meier, Mitglied der FuW-Chefredaktion.

«Von steigender Inflation oder Inflationserwartungen kann trotz der expansiven Massnahmen der Zentral­banken nicht die Rede sein.»

Höhere Staatsausgaben finanzieren sich unter bestimmten Umständen selbst. Deshalb muss auch das Gegenteil gelten: Sparmassnahmen durch den Staat können zu einer höheren Verschuldung führen. Was nach wilder Zauberei klingt, ist die zentrale Aussage einer bereits heiss debattierten neuen Studie der US-Ökonomen Bradford DeLong und Lawrence Summers. Letzterer ist ­Professor an der renommierten Harvard-Universität, bis vor kurzem war er Wirtschaftsberater von Barack Obama und in den Neunzigerjahren Finanzminister unter Bill Clinton. DeLong ist Professor an der Berkeley-Universität in Kalifornien und war unter Clinton ebenfalls im Finanzministerium tätig.

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