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Ein Artikel aus dem Dossier Machtverschiebungen
Märkte / Makro

Wenn Inflation ausbleibt

Arbeit ist in der globalisierten Wirtschaft immer weniger wert, während die Gewinne von Grossunternehmen und am Finanzmarkt wachsen. Das hat weitreichende Konsequenzen für unsere Notenbanken.
Andreas Neinhaus
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«Normal» ist dieser Aufschwung ganz und gar nicht. In der Vergangenheit stiegen die Löhne und die Preise jedes Mal, wenn das Sozialprodukt expandierte. Doch diesmal ist davon kaum etwas zu spüren. Der Internationale Währungsfonds IWF geht davon aus, dass die Inflation aufgrund ungenutzter Kapazität in der Wirtschaft sehr niedrig bleibt. Erst mittelfristig würden die Inflationsziele der Notenbanken von meist 2% erreicht, in der Eurozone nicht vor 2021.

Die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, befürchtet sogar einen neuerlichen Rückschlag an der Preisfront. Kurz vor dem Ende ihrer Karriere warnt die 71-jährige Wirtschaftsprofessorin in einem Vortrag: «Es gibt Anzeichen dafür, dass in den USA die Inflationserwartungen 2018 erneut abnehmen werden.» Dass dies in der führenden Wirtschaftsnation geschieht, deren Sozialprodukt in den vergangenen acht Jahren um ein Fünftel expandiert hat und die mit nahezu ausgelasteten Kapazitäten operiert, stellt die Währungshüter vor ein Rätsel.

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