Unternehmen / Schweiz

Wenn Insider handeln

Manager haben in den USA zuletzt deutlich mehr eigene Aktien verkauft als gekauft. In der Schweiz ist eine Verkaufswelle ausgeblieben. Die Motive sind schwer zu deuten.

Konzernleitungsmitglieder und Verwaltungsräte haben gegenüber den meisten anderen Anlegern einen deutlichen Wissensvorsprung. Sie kennen etwa die Auftragslage genau und können in der Regel ungefähr schätzen, wie das Geschäft in nächster Zeit verlaufen wird. Wenn diese Insider mit den von ihnen selbst gehaltenen Aktien ihres eigenen Unternehmens handeln, stellt sich mancher die Frage, warum kommt der Kauf oder der Verkauf ausgerechnet jetzt?

Während der ersten Juliwochen haben in den USA die Verkäufe deutlich zugenommen. Rund tausend Führungskräfte haben Titel ihres eigenen Unternehmens verkauft, nur 200 haben gekauft. Die Zahlen stammen aus einer Analyse der Informationsdienstes The Washington Service, der die Pflichteingaben an die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) ausgewertet hat. Führungskräfte müssen jede ihrer Transaktionen mit eigenen Aktien dort melden. Anfang März, als die Kurse pandemiebedingt in die Tiefe rauschten, kauften Sie kräftig zu, was vielfach als Glaube an die Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens gedeutet wurde und Zuversicht verströmte.

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