Märkte / Derivate

Wenn Rollkosten die Rendite fressen

Wenn einem Investment Terminkontrakte zugrunde liegen, drohen Rollverluste. Das gilt besonders auch für Volatilitätszertifikate und Bitcoin-ETF.

Rohstoff-Trader sind mit den Tücken des Terminmarkts vertraut. Gewinn und Verlust hängen nicht nur von der Entwicklung der Öl-, Kupfer- oder Sojapreise ab, sondern auch von der Terminstrukturkurve. Neigt sie sich nach oben – die Situation wird als Contango bezeichnet –, fallen sogenannte Rollverluste an. Denn dann kosten Futures mit weit entferntem Fälligkeitsdatum mehr als der Spotpreis oder die Kontrakte, die kurz vor dem Ablauf stehen.

Wer investiert bleiben will, muss vor dem Verfallsdatum den Kontrakt verkaufen und einen teureren mit späterem Fälligkeitstermin kaufen. Gewiefte Investoren mit Lagerkapazität nutzen Contango aus, indem sie Futures verkaufen (short) und gleichzeitig den Basiswert erwerben. Für alle anderen Anleger, die eine Kaufposition (long) in den Futures haben, können die Rollverluste hingegen ins Geld gehen. Genau das ist auch das Problem vieler kotierter Fonds (Exchange Traded Funds, ETF).

Fortwährende Verluste

Besonders gross sind die Rollverluste bei Produkten auf Volatilitätsindizes. Mit diesen Instrumenten sollten Anleger davon profitieren, wenn es an den Märkten rumpelt und der Vix-Index der Chicagoer Terminbörse CBOE nach oben schnellt. Dieser bildet die in den Optionsmärkten implizite Volatilität des US-Aktienindex S&P 500 ab.

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