Märkte / Aktien

Wenn Topmanager ihre Aktien verkaufen

Verwaltungsräte und Mitglieder der Chefetage haben Titel in dreistelliger Millionenhöhe verkauft. Einige Transaktionen werfen Fragen auf.

Auch Firmenlenker sind Anleger. Denn Spitzenkräfte kotierter Gesellschaften beziehen einen bedeutenden Teil der Vergütung in Form von Aktien oder Aktienoptionen ihres Unternehmens. Diese können sie nach Ablauf festgelegter Haltefristen oder nach Erreichen gewisser Ziele verkaufen. Seit Anfang Jahr haben Schweizer Topmanager Aktien des eigenen Unternehmens im Gegenwert von 553,4 Mio. Fr. verkauft, im ganzen vergangenen Jahr für gesamthaft 1,25 Mrd. Fr. Das geht aus Daten der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange hervor.

«Aktienverkäufe haben starke Signalwirkung. Sie sind aber schwierig zu lesen und müssen in Kontext gestellt werden», sagt Marc Possa, CEO und Fondsmanager bei VV Vermögensverwaltung. Verkaufen die Manager, ist das nicht als direkte Handlungsanleitung für die Anleger zu verstehen. Überhaupt gibt der Kauf von Aktien in der Regel ein deutlicheres Signal als der Verkauf, sagt Urs Beck, Fondsmanager bei EFG Asset Management. Eine nähere Prüfung sei dennoch angebracht, «wenn Verkäufe gehäuft vorkommen». Denn sie offenbaren einiges über interne Entwicklungen in den jeweiligen Unternehmen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?