Märkte / Makro

Wenn Worte mehr bewirken als Taten

EZB-Präsident Mario Draghi leitete vor zwei Jahren mit seinem berühmten Zitat die Gezeitenwende an den Finanzmärkten ein. Aus Krisen- wurde Partystimmung.

Am kommenden Samstag jährt sich das wohl berühmteste Zitat der jüngeren Finanzmarktgeschichte zum zweiten Mal. Am 26. Juli 2012, auf dem Höhepunkt der Eurokrise, verkündete Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB): «Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the Euro. And believe me, it will be enough.»

Allein das Versprechen, alles für den Erhalt der Gemeinschaftswährung zu tun, reichte, um die bis zu jenem Zeitpunkt rebellierenden Finanzmärkte ruhigzustellen. Obwohl die EZB im September desselben Jahres mit dem Outright Monetary Transactions Programme ein Auffangnetz  für Krisenländer auswarf, trat der Ernstfall nie ein, wurden die Währungshüter nie auf ihr Versprechen getestet. Was unzählige Krisengipfel und Rettungsaktionen im Vorfeld nicht geschafft hatten, erreichte Mario Draghi im Alleingang.

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