Im Grundsatz besteht Einigkeit: Die direkte Demokratie ist existenziell auf freie und unabhängige Medien angewiesen. Gemeint ist damit auch finanzielle Unabhängigkeit vom Staat – also keine Mediensubventionen. Allerdings ist die Schweiz diesem Grundsatz nicht wirklich treu. Gemäss den aktuellen Angaben des Bundesamts für Statistik flossen 2020 gut 136 Mio. Fr. an Bundesgeldern an die Medien. Im Vergleich zu 1995 entspricht dies rund einer Verdreifachung. Immerhin: Der Subventionshöhepunkt wurde 2003 erreicht. Der folgende Rückgang ist vor allem auf die Reduktion der Zustellermässigung für Zeitungen und Zeitschriften zurückzuführen – den grössten Einzelposten. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Beschäftigten in den Medien gut 13% ­gesunken. Wenn es nach dem Willen des Parlaments geht, werden die Mediensubventionen künftig noch ausgebaut. Die Medien sollen neu mit 178 Mo. Fr. direkt subventioniert werden. Zudem fliessen 81 Mio. Fr. aus den SRG-Gebühren an die Radio- und die TV-Sender der Medienkonzerne. Zusammen mit der um rund 130 Mio. Fr. reduzierten Mehrwertsteuer würden den Medien neu fast 400 Mio. Fr. an staatlichen Mitteln zufliessen. Überdies dürfen die Radio- und Fernsehgebühren nicht vergessen werden, die 2018 gut 1,3 Mrd. Fr. betrugen. Gegen das Massnahmenpaket zugunsten der Medien ist das Referendum ergriffen worden.