Per Ende 2019 waren auf dem ganzen Planeten Erdölreserven von über 1700 Mrd. Fass (à 159 Liter) nachgewiesen. Öl ist für die Weltwirtschaft das Pendant zum Blut im menschlichen Körper: Ein Drittel der gesamten Energieerzeugung basiert auf dieser natürlichen (und endlichen) Ressource. Sie ist über die ganze Welt verteilt, doch ungleich. Die hier dargestellten 14 Länder verfügen über 93% aller Reserven; gut zwei Drittel sämtlicher Ölreserven liegen unter dem Boden von Mitgliedländern der Opec, der Organisation erdölexportierender Länder. An der Spitze liegen, mit je etwas über 17% fast ex aequo, Venezuela und Saudi-Arabien. Die Saudis machen aus ihrem Rohstoffreichtum gegenwärtig bedeutend mehr als die Venezolaner, deren bolivarischer «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» genauso dysfunktional ist, wie es jedweder Sozialismus im 20. Jahrhundert war. Der Anteil der nachgewiesenen Ölreserven im Raum um den Persischen Golf betrug 1992 noch rund 60%, nun ist er auf knapp unter die Hälfte gesunken, wegen konstant hoher Förderung und wegen neuer Funde in Nord- und Südamerika. Die Gewinnung aus Ölsand etwa hat eine neue Ära eingeläutet. Was diese Reserven in mittlerer Zukunft noch für ökonomisches Potenzial haben werden, ist angesichts der globalen Bemühungen um das Ersetzen fossiler durch umweltfreundlichere Energieträger ungewiss.