«Süsser die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit» – wohl wahr. Umso mehr, wenn es Glocken in Schokoladeform sind. So was gibt es in dieser Saison, und noch viel mehr. Schokolade ist «Big Business»: 2020 betrug der Exportwert weltweit 28,6 Mrd. $. Das sind 3,6% weniger als 2019, doch 8% mehr als 2016. Die fünf grössten Schokoladeexportnationen addiert stehen für knapp die Hälfte des gesamten Ausfuhrertrags. Für schweizerische Schoko-Patrioten mag es etwas schmerzhaft sein, dass Deutschland weit voraus liegt, mit 17% Anteil, gefolgt von Belgien mit 11% (dass die Belgier «uns» auch qualitativ hart bedrängen, ist bekannt), vor Italien, Polen und den Niederlanden. Der Blick auf diese Top Five und die hier dargestellten Top Ten zeigt: Europa beherrscht die Exportmärkte. 75,8% des grenzüberschreitenden Schokoladeverkaufs entfallen auf Europa (auch hier nicht gleichzusetzen mit der EU), 12,6% auf Nordamerika und – heutzutage eine Genugtuung – nur 8% auf Asien. Die Schweiz schafft es tout juste auf Rang zehn (Anteil an den Exporten 2,6%), allerdings hinter den Briten, was mehr bitter als süss ist. Das Bundesamt für Gesundheit ist mit Covid ausgelastet; das hat den charmanten Nebeneffekt, dass es keine unerbetene Volkspädagogik in Sachen Masshalten im Schoggigenuss absondert. Ohnehin gilt: Solange Kakao­bohnen an Bäumen wachsen, ist Schokolade auch Obst!