Unternehmen / Industrie

Was das E-Auto bremst

Ohne Elektrofahrzeuge lässt sich der weltweit steigende Mobilitätsgrad nicht bewältigen. Die Industrie ist gefordert. Die mit den Investitionen verbundenen Risiken sind überdurchschnittlich hoch.

Christian Braun, Martin Gollmer und Eflamm Mordrelle

Noch spielen die Autofahrer nicht mit: Zwar äussert Jeder und Jede Betroffenheit ob der Klimaerwärmung, und alle wollen saubere Luft. Gleichwohl fahren nicht immer weniger, sondern immer mehr trinkfeste Geländewagen durch die Gegend. Bis die Konsumenten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen antreiben, kann es 2025 werden. Bis dahin werden strengere Abgas- und CO2-Normen den Anstoss geben müssen.

Um die Klimaerwärmung aufzuhalten, gilt in Europa per 2021 für den CO2-Ausstoss ein Gesamtflottendurchschnitt von 95 Gramm je Kilometer. Bis 2030 soll der Grenzwert auf 60 Gramm sinken, 2007 waren es noch knapp 160 Gramm. Ein Durchschnitt von 95 Gramm lässt sich mit Benzin und Diesel nicht erreichen. Strom als weitere Energiequelle ist unverzichtbar.

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Leser-Kommentare

Felix Widmer 18.05.2018 - 21:22

Sind e-Autos wirklich umweltfreundlicherer oder nur CO2 sparsamer? Die Gesamtenergiebilanz für Produktion, Betrieb und Entsorgung überzeugt noch nicht.

Christian Braun 18.05.2018 - 21:43
Mit E-Autos lassen sich in erster Linie die lokalen Abgas- und CO2-Emissionen verringern, namentlich in Städten, wo die Abgasbelastung teils gross ist und die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte zuweilen überschritten werden. Wichtig ist die Zusammensetzung des Strommix. Ist dieser schmutzig, stammt also ein grosser Teil beispielsweise aus Kohlekraftwerken, wird das Klimagas CO2 einfach an einem anderen Ort erzeugt – dort, wo… Weiterlesen »
Claude Brès 19.05.2018 - 10:51

Ich verstehe nicht, wieso einseitig auf Elektrofahrzeuge mit Batterie-Antrieb gesetzt wird. Die Batterie-Produktion wird problematisch bleiben, da die Rohstoffe endlich sind. Die Ladezeit ist ebenfalls verbesserungswürdig. Wasserstoff ist aus meiner Sicht eine gute Alternative. Lass uns doch auf mehrere Lösungen setzen.

Christian Braun 19.05.2018 - 14:22
Die Automobilindustrie setzt nicht einseitig auf Batterie-Elektrofahrzeuge. Fast alle namhaften Konzerne in Europa, den USA und in Asien arbeiten intensiv auch an der Brennstoffzelle. Toyota, Hyundai und Honda habe Kleinstserien im Angebot, andere Hersteller werden in den nächsten Jahren ebenfalls mit Kleinstserien folgen. Die Brennstoffzelle ist aber bei Weitem noch nicht grossserientauglich und wird es gemäss Experten auf absehbare Zeit… Weiterlesen »
Probetag 20.05.2018 - 19:30
Toyota plant in Australien ein Kohlekraftwerk, stellt dort durch Elektrolyse Wasserstoff her, verflüssigt ihn, fährt ihn mit einem Schiff nach Tokio und präsentiert dort Wasserstoffautos. Eine real existierende Lösung, von real existierenden Managern ausgedacht. Werbefachleute haben geholfen. Wenn eine Firma in der Chemie Wasserstoff als Nebenprodukt herstellt, dann ist ein Gabelstapler mit Brennstoffzellen in der Fabrikhalle sinnvoll. Die traditionellen Bleibatterien… Weiterlesen »
P.E. Pointet 19.05.2018 - 12:13
Sehr geehrte FUW Redaktion, Wie kann man einen 4-seitigen Artikel über Elektroautos publizieren, ohne auf die Brennstoffzelle und Wasserstoff als Energiequelle einzugehen? Wasserstoff kann mit Hilfe von Sonnenenergie hergestellt werden, zum Beispiel in sonnenreichen Regionen wie Wüsten. Wasserstoff kann auch transportiert werden und zusätzliche Stromerzeuger wie Atomkraftwerke werden obsolet. Gemäss Ballard Power Systems entspricht die Ladezeit eines mit Brenstoffzelle betriebenen… Weiterlesen »
Christian Braun 19.05.2018 - 14:32

Aus oben genannten Gründen war es ein bewusster Entscheid der Redaktion, nicht auf die Brennstoffzelle einzugehen. Sie wird in den nächsten Jahren zwar weiter erforscht und entwickelt werden, als Marktfaktor im Anrollen der E-Mobilität aber keine Rolle spielen. Langfristig kann das allerdings anders aussehen.

Probetag 20.05.2018 - 19:34

Alles Träumerei. Sehen Sie sich doch Satellitenbilder von US Fracking Gebieten an. Was da an Gas abgefackelt wird! Warum? Weil es praktisch gratis ist. Es lohnt nicht eine Gasturbine aufzustellen, ein paar wenige Kilometer Kabel zu legen und den Strom ins Netz einzuspeisen. Die Tradition ist Raubbau, so wird es gemacht. Basta!

Probetag 20.05.2018 - 19:19
Die ganze Energiewende, Elektroautos inklusive, ist eine grosse Zwängerei, veranstaltet von Leuten die politisch correct sein wollen und technisch keine Ahnung haben. Man kann es an vielen Details aufzeigen. Nehmen wir den CO2 Ausstoss eines Autos, warum braucht es dafür eine Norm? Ich giesse Benzin rein, das ist Oktan. Ich nehme ein Molekül Oktan, C8 H18 füge Sauerstoff dazu bekomme… Weiterlesen »