Märkte / Devisen

Wer vom starken Franken betroffen ist

In einer Studie analysiert UBS die Auswirkungen der Frankenstärke auf Schweizer Unternehmen. Viele sind gut abgesichert, doch einige sind einem hohen Risiko ausgesetzt.

(AWP) Die UBS (UBSG 11.995 -0.29%) hat die Auswirkungen der Frankenstärke auf 50 Schweizer Unternehmen vorwiegend aus dem Small&Mid-Cap-Bereich untersucht. Einfachheitshalber sei die Betroffenheit nur anhand des Anteils der operativen Kosten in Schweizer Franken und dem Umsatz in Fremdwährungen gemessen worden, heisst es in der am Dienstag publizierten Studie. Die Ergebnisse würden zeigen, dass fast die Hälfte der Unternehmen über einen guten natürlichen Hedge verfüge.

Seit dem Frankenschock im Jahr 2015 seien die Schweizer Unternehmen insgesamt widerstandsfähiger gegenüber dem Aufwertungsdruck der Heimwährung geworden. Im Mittelwert liege die Netto-Exposition gegenüber dem Franken bei rund 4%, was eine vernachlässigbare Deviseninkongruenz sei, so die UBS. Allerdings sei die Spanne zwischen den Extremwerten sehr breit.

Mit Flughafen Zürich (FHZN 174.7 0.58%), Zur Rose (ROSE 96.2 0.21%) und Dormakaba (DOKA 677 0.15%) hätten einige Unternehmen sogar eine leicht negatives Exposition zum Franken. Bei insgesamt 48% der Unternehmen ergebe sich ein Wert von unter 5%, was auf einen guten natürlichen Hedge hindeute.

Bei 28% der Unternehmen liege der Wert jedoch bei über 10%, womit ein materielles Transaktionsrisiko bestehe und die Margen von der Frankenstärke in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Ausgeprägt sei das Risiko insbesondere bei Belimo (BEAN 6420 -0.93%) (23%), Huber+Suhner (HUBN 68.8 -0.29%) (24%), Comet (COTN 102.6 -1.82%) (25%), Rieter (RIEN 139.1 0%) (25%), Burckhardt Compression (BCHN 258.5 -1.34%) (29%), Komax (KOMN 216 0.47%) (33%) und VAT (39%). Allerdings seien einige dieser Firmen in der Lage, aufgrund einer starken Marktposition die höheren Kosten an ihre Kunden weitergeben, heisst es in der Studie.

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