Der Wettlauf zum Mond hat die Raumfahrt der 1960er-Jahre geprägt. Gewonnen haben ihn damals die Amerikaner, die unter Präsident John F. Kennedy das Apollo-Mondflugprogramm lancierten. Die dafür eingesetzten Saturn-V-Raketen sind noch heute, fünfzig Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung, die grössten je gebauten Weltraumraketen. Mit einer Höhe von 105 Metern überragen sie die späteren Sojus-Raketen und den Space Shuttle bei weitem. Auch betreffend Nutzlast ist die Saturn V mit 140 Tonnen unerreicht. Daran wird die neue Raketengeneration nichts ändern. In den USA ist die Nasa nicht allein am Start, private Investoren eifern mit. SpaceX, ein Unternehmen des Tesla-Gründers Elon Musk, baut die Falcon Heavy. Ihre Nutzlast wird für eine Erdumlaufbahn mit 63 Tonnen angegeben. Im Artemis-Programm der Nasa wird sie für den Transport der Mondraumstation und der Mondfähre in Betracht gezogen. Hinter Blue Origin mit New Glenn steht Amazon-Gründer Jeff Bezos. Sie ist zum Transport von Personen und von Fracht geeignet. Die Nasa-Eigenentwicklung heisst SLS. Der Erstflug der SLS Block 1 ist für 2020 geplant. Mit welcher Rakete die nächsten Mondreisenden ab 2024 fliegen werden, ist offen. Vorerst hat China mit einer Sonde auf der Rückseite des Mondes, hochgeschossen mit einer Rakete der Changzheng-Baureihe, den Amerikanern die Show gestohlen.