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WeWork verschiebt Börsengang

Gemäss Medienberichten könnte der US-Bürovermittler erst nächstes Jahr kotiert werden.

(Reuters) Der US-Bürovermittler WeWork legt Insidern zufolge seinen geplanten Börsengang auf Eis. Das Debüt auf dem Parkett der New Yorker Börse könnte sich bis ins nächste Jahr verschieben, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag. Eine Entscheidung über einen neuen Zeitpunkt sei aber noch nicht gefallen. Mehrere Investoren hätten sich skeptisch zur Entwicklung des Konzerns geäußert, hieß es zur Begründung. Der WeWork-Eigentümer We Company war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Zuerst hatte das “Wall Street Journal” über eine mögliche Verschiebung des Börsengangs berichtet.

Reuters hatte vergangene Woche berichtet, dass WeWork den Börsengang vermutlich nur durch einen drastischen Abschlag bei seiner Bewertung retten könne. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Januar wurde WeWork noch mit 47 Mrd. $ bewertet. Zuletzt war noch von zehn bis 12 Mrd. $ die Rede gewesen. Wegen fehlender Gewinne und Kritik an der Unternehmensführung hatte sich WeWork schwer getan, Investoren für seinen Börsengang zu gewinnen.

WeWork mietet Immobilien langfristig an und vermietet Büroflächen an Firmen, Unternehmer und Start-Ups, die kurzlaufende Mietverträge abschließen. Damit hat WeWork das traditionelle Büro-Vermietgeschäft aufgemischt, in dem langfristige Mietverträge die Regel sind. Inzwischen ist das 2010 gegründete Unternehmen an 528 Standorten in 29 Ländern vertreten. Doch die Expansion hat ihren Preis: Im ersten Halbjahr fuhr WeWork einen Verlust von 690 Mio. $ ein, Gewinne sind auf absehbare Zeit nicht in Sicht.