Märkte / Makro

Widersprüchliche Konjunktursignale aus den USA

In der US-Industrie herrscht eine Auftragsflaute. Die Dienstleister sind im Aufwind.

(Reuters) Die US-Industrie hat im November weniger Aufträge eingefahren. Das Neugeschäft verringerte sich um 0,7% zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Insbesondere die Nachfrage nach Maschinen und Transport-Ausrüstung sank stark. Experten hatten bei den Aufträgen mit einem Rückgang um 0,8% gerechnet, nach einem Plus von revidiert 0,2% im Oktober. Auch die weiteren Aussichten sind trübe: Die Talfahrt der US-Industrie hat sich im Dezember beschleunigt, wie aus der jüngst veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das ist der tiefste Wert seit Juni 2009, als die USA in der Rezession steckten.

Die US-Dienstleister haben ihr Wachstumstempo im Dezember hingegen stärker als erwartet erhöht. Der Einkaufsmanager-Index dazu stieg von 53,9 auf 55,0 Punkte, wie aus der Firmen-Umfrage des ISM hervorgeht. Dies ist der höchste Wert seit August. Ökonomen hatten lediglich mit 54,5 Punkten gerechnet . Das Barometer liegt deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.