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Wie Bernanke den Goldpreis antreibt

Der Goldpreis korreliert eng mit der US-Basisgeldmenge. Das spricht für einen weiteren Anstieg.

Mark Dittli

Die Grafik der Woche, dieses Mal von den Anlagestrategen von Société Générale:

Sie zeigt die Entwicklung des Goldpreises (braune Kurve, linke Skala) und der US-Basisgeldmenge (M0, blaue Kurve, rechte Skala) seit 2005. Die Geldmengenentwicklung verlief stabil bis November 2008: Das war der Zeitpunkt, an dem Fed-Chef Ben Bernanke die erste Welle quantitativer monetärer Lockerungsmassnahmen (Quantitative Easing) ankündigte. Es folgten mehrere weitere QE-Runden, in deren Verlauf sich die Basisgeldmenge in den USA in etwa verzweieinhalbfachte.

Die Grafik zeigt eindrücklich, wie der Goldpreis (in Dollar) sehr eng mit der Ausdehnung der Geldmenge Schritt hielt.

Ausgehend von der Ankündigung Ben Bernankes vom vergangenen September, im Rahmen eines weiteren QE-Programms (es ist das dritte) zeitlich unlimitiert pro Monat weitere 40 Mrd. $ ins Finanzsystem zu pumpen, erwarten die Strategen der französischen Bank, dass die US-Basisgeldmenge bis 2014 auf rund 3500 Mrd. $ steigen wird.

Hält der Goldpreis mit dieser Entwicklung Schritt, wird er auf 2300 $ je Unze steigen. Das sind 33% mehr als heute.

Einen möglicherweise attraktiven Weg, an dieser Bewegung zu partizipieren, sehen die SocGen-Strategen in den Aktien von Goldminengesellschaften, wie die folgende Grafik zeigt (Quelle: SocGen):

Relativ zum Goldpreis (braune Kurve) haben die Aktienkurse von Minengesellschaften (blaue Kurve) deutlichen Nachholbedarf.

Leser-Kommentare

Helmut Reisen 30.11.2012 - 20:28

Der Februar-Future Gold hat gerade in NYC auf Tages-, Wochen- und Monatstief geschlossen. Die Hauspreise in den US ziehen an, der Wahlkampf ist vorüber. Und schon klingt Bernanke in seiner letzten Rede etwas hawkisher. Und: Jeder ist lang in Gold. Für mich heute ein Grund zum Ausstieg.