Unternehmen / Industrie

Wie Bystronic von der Pandemie profitiert

Fabrikschliessungen wegen der Pandemie waren ein neues Phänomen für die Unternehmen. Die Nachfrage nach personalarmer Produktion steigt.

Wie lange hält der kräftige Aufschwung noch an? Wie viel des Auftriebs ist auf Nachholeffekte aus der Pandemiezeit zurückzuführen? Das sind Fragen, die vor allem die Investitionsgüterindustrie umtreibt, die oft ausgeprägte Nachfragezyklen bewältigen muss. Und die natürlich auch die Aktionäre der betreffenden Unternehmen interessiert. Alex Waser, CEO von Bystronic, hat in seinem Referat an der Anlegerkonferenz Investora einen plausiblen Grund dafür genannt, dass der Aufschwung in gewissen Teilen der Industrie länger dauern könnte. Das Stichwort dazu lautet Automation.

In der Pandemie mussten viele Fabriken vorübergehend schliessen, weil die Arbeiter wegen Covid-19 nicht mehr in die Werke durften. Der Risikofaktor Mitarbeiter hat neben den Kosten, die schon seit langem zu effizientem Einsatz von Personal zwingen, durch die Pandemie eine weitere Dimension erhalten. Die Funktionsfähigkeit des Produktionsapparats möglichst unabhängig vom Personal sicherzustellen, steht heute bei vielen Unternehmen in der Prioritätenliste weit oben. «Viele Kunden möchten, dass sie ohne oder mit möglichst wenig Personal produzieren können», sagt Waser.

Breit abgestützt

Bystronic stellt Maschinen zur Bearbeitung von Blech her und ist damit seit Jahren sehr erfolgreich. Dieses Jahr dürfte sie einen Umsatz von um 950 Mio. Fr. und eine Betriebsgewinnmarge von 8 bis 9% erreichen. Die Abnehmer kommen aus den verschiedensten Branchen und aus allen Regionen der Welt. Blech wird mit Bystronic-Maschinen geschnitten, gebogen und verschweisst, etwa für Fassadenteile, für Maschinengehäuse, für Liftanlagen, Küchenbauten oder Spezialfahrzeuge. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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